„Rosen, Reptilien, Reben“

Bei strahlendem Sonnenschein führten die Rebbergfreunde Wil-Bronschhofen und die Naturgruppe Salix einen gemeinsamen Anlass am Bronschhofer Rebberg durch.

Was haben Rosen, Reptilien und Reben gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl eher wenig, doch bei genauerer Betrachtung fallen Gemeinsamkeiten auf. So sind sie zum Teil sehr wärmeliebend und es sind sowohl viele Wildrosen- als auch Reptilienarten, in Bronschhofen auch Reben, stark gefährdet. Rosen und Reptilien leiden beispielsweise unter dem Verschwinden von traditionellen Elementen der Kulturlandschaft wie Lesesteinhaufen oder Trockenmauern.

So wurden die Rebbergfreunde und die Naturgruppe Salix aktiv und pflegten im oberen Teil des Bronschhofer Rebberges einen herrlichen Trockenstandort, in dem Altgras entfernt, Kopfweiden zurückgeschnitten und Rosen gepflanzt wurden. Bei den Rosen wurden auch zwei Arten gepflanzt, die im Mittelland als „gefährdet“ eingestuft werden. Die Rosen sollen Reptilien vor Fressfeinden wie Krähen, Greifvögel und vor allem Hauskatzen schützen. Auch wurden versuchsweise Tonröhren als Unterschlupfmöglichkeiten eingegraben. Nebst Blindschleiche, Zauseidechse und Ringelnatter, die alle gesichtet wurden, könnten im Rebberg auch noch andere Reptilien hausen.

Ein Dutzend Teilnehmende von Jung bis Alt arbeiteten zügig und wurden mit den ersten dieses Jahr gesichteten Reptilien belohnt. So sonnte sich eine Blindschleiche, die genauer betrachtet werden konnte, und junge Eidechsen huschten schon von Versteck zu Versteck. Es war ein toller Anlass, der mit einem feinen Essen und einer Weindegustation in der Trotte abgerundet wurde. Die Rebbergfreunde und die Naturgruppe Salix haben an diesem Anlass hoffentlich eine langfristige sporadische Zusammenarbeit ins Leben rufen können und hoffen, mit der kommenden Umgestaltung des Rebberges wird der Flora und Fauna etwas Gutes zurückzugeben.

www.naturgruppe-salix.ch

www.rebbergfreunde.ch

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