Worum geht es

Die Rebbergfreunde setzen sich ein für:

1.      Erhalt, Erweiterung und ökologische Aufwertung der Rebberge in Bronschhofen und Wil („Biodiversitäts-Strategie“) – Unterstützung der Ortsgemeinde i.w.S.

2.      Aufnahme von Parzelle Nr. 899 in Schutzplan und Schutzverordnung

3.      Parzelle Nr. 899 ist im Richtplan der Landwirtschaftszone zuzuweisen

4.      Orga­nisation von Anlässen zu Themen: Reben, Kultur und Genuss

5.      Vernetzung mit Vereinen in Bronschhofen und Wil sowie der Stadt Wil (www.stadtwilnatur.ch).


…und das wollen wir verhindern:

Fotomontage aufgrund des max. Bauvolumens

Das Dorf Bronschhofen, in dem wir wohnen liegt uns sehr am Her­zen. Es ist uns wichtig, dass auch zukünftige Generationen es noch erstrebenswert finden, in Bronschhofen/Rossrüti zu wohnen oder Wohnsitz zu nehmen. Dazu gehört sicher neben einer guten Infrastruktur auch eine fundierte und sorgsame Entwick­lungsstra­tegie unseres Wohn- und Kulturraumes.

Die kulturhistorischen und schutzwürdige Orte, Landschaften und Objekte in unserer Gemeinde sind vorhanden, nicht in grosser Zahl, aber sie sind da. Dazu zählen sicherlich, um einige zu nennen, Maria Dreibrunnen, die verschiedenen Weiler mit ihrer Charakterisika, die Dorfkerne Bronschhofen und Rossrüti und sicherlich auch dieTrotte mit Torkel (Weinpresse) im Alter von über 350 Jahren und deren Umgebung mit dem markanten Burgstallhügel und dem jahrhundertealten Rebberg, urkundlich sei 1445 erwähnt. Seit Jahrhunderten wird in den Gemeinden Wil und Bronschhofen Wein angebaut. Im Laufe der letzten 150 Jahre nahm die Rebfläche auf Grund der zunehmenden Um­wandlung von Rebland in Bauland stetig ab. 1886 umfasste der Bronschhofer Reb­berg noch 14 ha und gehörte 58 Besitzern. Heute umfassen der Wiler und Bronschhofer Rebberg zusammen noch 10% ca. 140 Aaren, bestückt mit Blauburgunder und Regent Trauben. Diese beiden Rebberge mit den beiden dazugehörigen Trotten sind also demnach noch die einzigen und letzten Zeitzeugen einer grössenteils vergangenen grossen Weinkultur in unserer Ge­gend. Schutz und Vorsicht bei allen Eingriffen in dieses Kulturgutes sind daher angesagt

Ist der Druck des heutigen Eigentümers aus Reben Bauland zu machen und die bestehenden Reben an prominentester Stelle entlang dem Höhenweg entgültig zu beseitigen derart gross? Beugt sich der Gemeinderat, trotz eindeutiger Signale aus der Bevölkerung für den Erhalt des Rebberges in der jetzigen Form und damit eine würdevolle Umgebung für die über 350 Jahre alte Trotte, diesem einfach und knickt ein. Sollte nicht alles getan werden, diese einmaligen und unwiederbringlichen Zeitzeugen zu erhalten, auszubauen und zu schützen.

Der Bronschhofer Gemeinderat gefährdet und zerstört mit seiner neuen Ortsplanung mit Teileinzonung des Rebberges am Höhenweg in die Bauzone Kulturgut, Rebberg und Trotte, aber auch die wertvolle Natur und Landschaft mit Trockenstandort und Grüngürtel zwischen Wil und Bronschhofen.